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Füllungen
Füllungen werden immer dann notwendig, wenn durch Karies Teile des Zahnes zerstört wurden. Sie sollen die ursprüngliche Form und Funktion des Zahnes wiederherstellen und einer Neuentstehung von Karies vorbeugen. Der Zahnarzt entfernt mit geeigneten Instrumenten die Karies und präpariert den Zahn um die Füllung einzubringen. Zum einen gibt es Füllungsmaterialien, die direkt eingebracht werden, zum anderen sogenannte Einlagefüllungen (Inlays), die nach Abdrucknahme in einem zahntechnischen Labor angefertigt werden.
Composite-Füllung
In unserer Praxis verwenden wir moderne Kunststoff-Füllungen. Diese haben mehr mit einer Keramik als mit einem Kunststoff gemein- man spricht daher von den „Composites”. Diese Materialien bestehen aus mikroskopisch kleinen Keramikpartikeln, die in eine Kunstharz-Matrix eingebunden sind. Dies ermöglicht unsichtbare Zahnfüllungen, die über viele Jahre haltbar sind. Allerdings sind diese Füllungen aufwendig zu verarbeiten. Ein mehrschichtiges Klebeverfahren, welches den Zahn dauerhaft dicht mit der Füllung verbindet, ist notwendig. Daher müssen gesetzlich Krankenversicherte für Composite- Füllungen einen Zuschuss bezahlen- je nach Größe der notwendigen Füllung liegt dieser zwischen ca. 80-130 €.
Amalgam Sanierung
Amalgam ist ein Gemisch aus verschiedenen Metallen wie Silber, Quecksilber, Kupfer und Zinn. Amalgam ist eines der ältesten Füllungsmaterialien in der Zahnheilkunde und seit über 100 Jahren in Gebrauch. Es ermöglichte ästhetisch wenig ansprechende aber haltbare Füllungen im Backenzahnbereich. Das Problem von Amalgam besteht aber in der mangelhaften Biokompatibilität. Amalgame unterliegen im Mund einer ständigen Korrosion, wodurch Quecksilber, Kupfer und andere Metalle in den Körper gelangen. Quecksilber ist als Schwermetall in bestimmten Verbindungen hochgiftig. Aus diesem Grund soll es nach einer aktuellen Stellungnahme des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte bei Kindern und Schwangeren nicht mehr angewendet werden. In unserer Praxisklinik verwenden wir grundsätzlich kein Amalgam mehr, da es heute gleich- und höherwertige Alternativen ohne Schwermetallbelastung gibt.
Wenn Sie Ihre Amalgamfüllungen austauschen lassen wollen, gibt es zwei wichtige Informationen, die Sie wissen sollten:
1. Wird Amalgamstaub beim „Herausbohren" alter Füllungen verschluckt oder eingeatmet, steigt die Quecksilberbelastung im Körper stark an! In unserer Praxisklinik arbeiten wir mit einer Latexfolie („Rubber Dam"), welche die behandelten Zähne vom Mundraum abschirmt. So kann ein Einatmen oder Verschlucken sicher vermieden werden.
2. Liegt eine umfangreichere Amalgamsanierung vor, kann eine Ausleitung des im Körper über die Jahre angesammelten Quecksilbers sinnvoll sein.
Inlay
Ist die Kaufläche eines Zahnes weitgehend zerstört, sind Gold- oder Keramikinlays die dauerhafte Möglichkeit zum Zahnerhalt. Gerade moderne, hochfeste Keramiken bieten faszinierende ästhetische Möglichkeiten- Ihr Zahn wird dauerhaft und unsichtbar restauriert. Privat krankenversicherte Patienten bekommen die Kosten einer Inlyaversorgung in der Regel ersetzt gesetzlich Krankenversicherte können die Kosten gegenüber ihrer Zahn-Zusatzversicherung geltend machen.
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