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Parodontologie

Ein dauerhaft schönes Lächeln braucht nicht nur gesunde Zähne. Mindestens ebenso wichtig ist gesundes Zahnfleisch. Es umschließt fest die Zähne und gibt ihnen mit den übrigen Strukturen des Zahnhalteapparates ihren sicheren Halt. Gesundes Zahnfleisch ist jedoch keine Selbstverständlichkeit. Das größte Risiko für das Fundament der Zähne stellt die Parodontitis, eine Zahnfleischentzündung, dar. Durch sie gehen im Erwachsenenalter mehr Zähne verloren als durch Karieserkrankungen.

Zahnfleischerkrankung

Im Mund eines jeden Menschen leben hunderte verschiedener Bakterienarten. In der Evolution hat die Natur dem Zahnfleisch hohe Abwehrkräfte geschenkt – trotzdem bedarf es manchmal unserer Hilfe.

Kann bakterieller Zahnbelag an schwer zugänglichen Zahnzwischenräumen nicht entfernt werden, verkalkt er durch die Einwirkung des Speichels und wird fest – Zahnstein ist entstanden. Dieser haftet fest am Zahn und lässt sich mit der Zahnbürste nicht mehr entfernen. Wie an einem Korallenriff im Meer bietet dieser Zahnstein einen Lebensraum für verschiedene Bakterien, die auf Dauer zu einer Entzündung des Zahnfleisches („Gingivitis") führen. Dadurch vertieft sich der natürliche Spalt zwischen Zahnfleisch und Zahn. So entsteht eine Zahnfleischtasche. Greift die Entzündung schließlich vom Zahnfleisch auf den Knochen über, baut sich dieser ab und zieht sich zurück. In diesem Stadium der Erkrankung spricht man von der Parodontitis oder Parodontose. Durch den Knochenschwund lockert sich der Zahn bis er schließlich ausfällt oder gezogen werden muss.

All diese Prozesse verlaufen langsam und chronisch und sind lange nur im Röntgenbild erkennbar, was eine regelmäßige zahnärztliche Kontrolle so wichtig macht.

Mittlerweile ist nachgewiesen, dass Parodontose-Bakterien über die Blutbahn im ganzen Körper Schaden anrichten können – so ist bei unbehandelter Parodontose auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Thrombosen und sogar Schwangerschaftskomplikationen erhöht.