Implantologie
Neue Zähne aus Spezialistenhand
Ein Facharzt für Kieferchirurgie ist aufgrund des Doppelstudiums von Human- und Zahnmedizin der Experte für künstliche Zahnwurzeln. Mehr als 300.000 Implantate pflanzen Kieferchirurgen jedes Jahr ein dies entspricht mehr als der Hälfte der Gesamtzahl an Implantationen. Für den kleinen chirurgischen Eingriff sowie die damit verbundene Diagnostik und Behandlungsplanung sind sie speziell ausgebildet. Dies und die Kompetenz in allen Fragen rund um den Wiederaufbau von Knochen und Weichgewebe macht sie zum hoch spezialisierten Experten. Die Auszeichnung „Zertifizierung Implantologie" garantiert große implantologische Erfahrung, hohe Qualitätsstandards und kontinuierliche Fortbildung. Für den Patienten bedeutet eine Implantatbehandlung durch einen zertifizierten Kieferchirurgen garantierte Sicherheit, Qualität und Erfolg.
Implantate
Um sich die Funktionsweise eines Implantates vorzustellen, denken Sie zunächst an einen gewöhnlichen Dübel einen Hohlzylinder, den Sie in der Wand versenken, um daran etwas zu befestigen. Auf einem vergleichbaren Prinzip beruht, stark vereinfacht gesehen, die Implantologie. Ein Implantat ist tatsächlich eine Art „Dübel", der, in Ihrem Kieferknochen eingesetzt, jede Art von Zahnersatz fest verankern kann. Ein solcher Zahnersatz sieht nicht nur aus wie Ihr eigener Zahn er fühlt sich auch so an!
Entscheidend für die dauerhafte Funktion ist dabei das feste Einwachsen des Implantates im Knochen der Chirurg spricht von der Osseointegration. Dies wird durch das verwendete Material und die Oberflächenbeschaffenheit des Implantates gewährleistet. Implantate bestehen aus Titan, einem Metall, das aufgrund seiner extremen Gewebeverträglichkeit keine Abstoßungsreaktion hervorruft diese Eigenschaft wird als Biokompatibilität bezeichnet. So ist weltweit kein einziger Fall einer Allergie gegen Titan oder einer Abstoßung bekannt! Daher findet dieses Material in der gesamten Chirurgie weite Verwendung. Eine ähnlich gute Gewebeverträglichkeit wie Titan zeigen sonst nur Keramiken. Es gibt bereits erste Implantate aus Keramik auf dem Markt, allerdings ist der Einsatz aufgrund fehlender Langzeiterfahrungen bisher noch nicht empfehlenswert. Um eine perfekte Ästhetik zu erreichen empfehlen wir Zahnkronen aus Keramik auf Titanimplantaten zu befestigt.
Fragen und Antworten rund um Implantate:
„Warum sollte ich mir Implantate setzen lassen, wenn ich auch eine Zahnbrücke bekommen kann?"
Für eine Brücke müssen die Nachbarzähne überkront werden, was bedeutet, dass sie bis auf einen Zahnstumpf abgeschliffen werden. Diese Schädigung der Zähne ist dauerhaft und führt leider oft zu Folgeproblemen wie Wurzelentzündungen, Kronenrandkaries, Zahnlockerungen und Zahnverlust aufgrund von Überlastungen. All dies führt dazu, dass Brücken eine durchschnittliche Überlebensdauer von 12-15 Jahren aufweisen. Ist die Brücke defekt, sind oft die abgeschliffenen Pfeilerzähne verloren und aus einer kleinen Lücke kann eine sehr viel größere werden !
All diese Probleme kann man durch Zahnimplantate vermeiden. Schonend und minimal invasiv ersetzen sie nur den verlorenen Zahn und die Nachbarzähne können gesund erhalten werden. Der etwas höhere finanzielle und zeitliche Aufwand, den Sie in eine Implantatversorgung investieren müssen, kann sich daher für Sie schnell wieder auszahlen!
„Hört man nicht immer wieder, dass Zahnimplantate auch verloren gehen können?"
Implantatbehandlungen gehören in die Hand von Spezialisten! Nur eine sorgfältige Planung und die entsprechende Ausbildung garantiert dauerhaften Erfolg! So ist die korrekte Platzierung der Implantate und ein ausreichendes Knochenlager entscheidend. Hier schafft die „high tech" Medizin (3D- Röntgen, navigierte Implantologie) gepaart mit der chirurgischen Erfahrung unseres Spezialistenteams die Sicherheit, die Sie für eine sorgenfreie Behandlung brauchen! Normalerweise ist die Haltbarkeit von Implantaten nicht begrenzt, dies bedeutet: sie können lebenslang funktionieren. Für den dauerhaften Erfolg von Zahnimplantaten sind Sie jedoch auch mitverantwortlich ganz ohne Ihre Mitarbeit geht es nicht! Bleibt aufgrund mangelnder Mundhygiene und fehlender zahnärztlicher Kontrollen eine Zahnfleischentzündung am Implantat dauerhaft unerkannt, kann auch ein Implantat „Parodontose" bekommen man spricht von einer Periimplantitis. Hier ist rechtzeitige Behandlung und regelmäßige Kontrolle wichtig, dann ist auch eine Periimplantitis behandelbar.
„Gibt es Patienten, bei denen ein Implantat nicht möglich ist?"
Es gibt zum Glück nur sehr wenige Einschränkungen bei Implantatbehandlungen. Man unterscheidet zwischen den absoluten und den relativen Kontraindikationen. Relative Kontraindikationen sind Faktoren, die eine Implantatbehandlung erschweren, aber nicht unmöglich machen. Dazu gehören vor allem das Rauchen, aber auch ein schwerer Diabetes („Zucker“), Behandlung mit blutverdünnenden Medikamenten, schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, extremer Knochenschwund und schwere Osteoporose. Ist zu wenig Kieferknochen für eine sichere Verankerung von Implantaten vorhanden, kann dieser durch geeignete Vorbehandlungen ( Knochentransplantation und Knochenaufbau ) wieder aufgebaut werden. Absolute Kontraindikationen sind selten, die Tumorbehandlung mit Bestrahlung im Kieferbereich und die Einnahme bestimmter Medikamente (sog. Bisphosphonate) gehören dazu. Um Sie individuell beraten zu können, ist daher eine genaue Angabe Ihrer Medikamente und Erkrankungen wichtig.
„Sind Zahnimplantate nicht eine sehr neue Behandlungsmethode?"
Zahnimplantate wurden erstmals 1965 von der Arbeitsgruppe um Prof. Per-Ingmar Brånemark in Schweden entwickelt. Seitdem unterliegen sie einer konstanten Weiterentwicklung. Sie sind in ihrer heutigen Form seit über dreißig Jahren bewährt. Kaum eine andere Behandlungsmethode ist in der Zahnmedizin intensiver erforscht und keine andere bietet haltbareren Zahnersatz! Man kann daher heute mit Recht von einer ausgereiften Behandlungsmethode sprechen.
„Ist für mich eine Implantatbehandlung nicht zu teuer ?"
Privat krankenversicherte Patienten bekommen die Kosten für eine Implantatbehandlung in der Regel von ihrer Krankenkasse erstattet. Ebenfalls übernehmen viele private Zahnzusatzversicherungen Implantatbehandlungen! Auch die gesetzliche Krankenversicherung bezuschusst Implantatbehandlungen. Sind Sie gesetzlich krankenversichert, bekommen Sie für den Implantat getragenen Zahnersatz denselben Zuschuss, der Ihnen für eine Brücke oder Zahnprothese zustünde. Jedoch müssen Sie die chirurgischen Behandlungskosten selbst tragen, falls Sie keine Zahn-Zusatzversicherung abgeschlossen haben. Selbstverständlich stehen Ihnen bei uns vielfältige Möglichkeiten der Finanzierung offen zögern Sie nicht, uns darauf anzusprechen!
Strahlenarme 3D-Diagnostik
Eine perfekte Diagnostik ist der erste Schritt für Ihre erfolgreiche Implantat- Behandlung. Während konventionelle Röntgengeräte nur zweidimensionale Bilder liefern, haben wir in unserer Praxisklinik die Möglichkeit mit unserem digitalen Volumentomographen (DVT) eine exakte räumliche, dreidimensionale Darstellung des Kiefers bei exzellenter Bildqualität und geringster Strahlendosis anzufertigen.
Durch die exakte dreidimensionale Erfassung der anatomischen Strukturen ist eine Simulation der Implantat- Operation vor dem Eingriff möglich. Das vorhandene Knochenangebot kann genau auf Qualität und Quantität untersucht werden. Dadurch wird der vorhandene Knochen optimal genutzt. Unter Umständen kann ein nicht notwendiger Knochenaufbau vermieden oder verringert werden. Sensible anatomische Strukturen, wie Nerven oder die Kieferhöhle, werden exakt erfasst und können so geschont werden. Eine dreidimensionale Darstellung und die exakte Umsetzung der virtuellen Planung verkürzen nicht nur die Operationsdauer und verkleinern den chirurgischen Eingriff, sondern gewährleisten auch maximale Sicherheit für den Patienten.
Navigierte Operation
Die moderne 3D-Diagnostik erlaubt nicht nur eine exakte Diagnosestellung, sondern ermöglicht auch eine virtuelle Operationsplanung. Dieses Verfahren nennt man computer aided surgery oder navigierte Operation. Entscheidend für den Erfolg einer Implantatbehandlung ist die absolut exakte dreidimensionale Positionierung eines Implantates im Kiefer. Die optimale Implantatposition ist für den Langzeiterfolg des implantatgetragenen Zahnersatzes ebenso entscheidend wir für die Ästhetik des Behandlungsergebnisses.
Modernste Methoden des 3D-Röntgens, wie sie in unserer Praxisklinik zur Verfügung stehen, ermöglichen die Planung der Implantatposition auf den Bruchteil eines Millimeters genau. Der Knochen im geplanten Operationsgebiet kann dabei nicht nur vermessen werden, sondern auch in Festigkeit und Dichte bestimmt werden. Dadurch wird die Sicherheit und Voraussagbarkeit einer geplanten Implantation maximiert und der vorhandene Knochen kann optimal genutzt werden. Dies minimiert notwendige Voroperationen und Ihre Behandlung wird so schonend wie möglich!
Die ideale Implantatposition und das operative Vorgehen werden dabei vom Operateur zunächst in der zuvor angefertigten 3D Aufnahme geplant und virtuell simuliert. Diese am Computer erstellte Planung wird anhand der gewonnenen Daten präzise in Navigationshilfen wie Operations- oder Bohrschablonen umgesetzt, die zusammen mit der Erfahrung des Operateurs ein optimales Operationsergebnis garantieren.